Pläne für Einschränkungen im Regionalbahnverkehr zeugen von Realitätsverlust

von: Rico Kerstan

In diesen Tagen wurde ein Konzept vorgestellt, wie eine weitere Bedienung der ehemaligen RE 2-Haltepunkte Kolkwitz, Raddusch und Kunersdorf ermöglicht werden kann. Demnach soll es u.a. eine Reduzierung der Bahnhalte in Lübben und Brand geben. Hierzu erklärt der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten in Dahme Spreewald, Rico Kerstan:

Diesen Vorschlag, der massive Einschränkungen sowohl für Berufspendler nach Berlin als auch für Besucher des Spreewaldes und des Tropical Island bedeuten würde, lehnen wir Freien Demokraten entschieden ab.

Bei allem Verständnis für die Lösungssuche zugunsten der zwischenzeitlich weggefallenen Bahnhalte können wir die vorgeschlagene Einschränkung im Bereich Lübben und Brand nicht akzeptieren. Die Pendlerzüge sind heute schon hoffnungslos überfüllt und es braucht eher mehr als weniger Züge auf der Strecke.

Es zeugt von beängstigendem Realitätsverlust, wenn man glaubt, man könne ein Loch stopfen indem man ein anderes aufreißt. Vermeintlich einfache Lösungen durch andere Taktungen oder ähnliche Ideen wird es für das Problem RE 2 nicht geben. Einzig der Bau eines durchgängigen zweiten Gleises auf der Strecke Berlin – Cottbus wird hier Abhilfe schaffen.

Anstatt seit Jahren darüber zu diskutieren und immer wieder auf andere zu warten sollte die Brandenburgische Landesregierung hier endlich aktiv werden. Kurzfristig könnte es aus unserer Sicht helfen, die Züge auf der Strecke mit einem zusätzlichen Wagen auszustatten, um mehr Fahrgäste befördern zu können.

In jedem Fall brauchen wir aber nicht weniger Verbindungen sondern mehr. In der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung und neuen Technologien liegen enorme Potentiale für den öffentlichen Personenverkehr. Brandenburg sollte hier als Flächenland eine Vorreiterrolle einnehmen. Für neue Wege fehlt es bei der rot-roten Landesregierung leider sowohl an Mut als auch an Gestaltungswillen.

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